Was ist Klimawandel?

Klimawandel, ein großes Wort. Der Klimawandel ist in aller Munde. In der Politik, in der Wirtschaft, im Freundeskreis, in der Familie. Und trotzdem stelle ich immer wieder fest, dass nur die wenigsten tatsächlich etwas dazu zu sagen haben, bzw. etwas dazu sagen können.

Wenn man aber bedenkt, dass es hier um unseren Lebensraum geht, um unsere Natur, unsere Welt, dann wäre doch der Optimalzustand, dass man sich eben doch damit auskennt. Das man den Argumenten der Unwissenden etwas entgegen zu bringen hat, oder zumindest für sich selbst versteht, was der Klimawandel ist und was er tatsächlich für uns bedeutet.

Wie sollen die Menschen sich anders verhalten, wenn sie den Sinn darin gar nicht sehen? Das leuchtet mir schon ein. Also lasst uns das ändern. Kläre wir die wichtigsten Fragen, rund um den Klimawandel und teilen wir unser Wissen. Denn: Wissen ist Macht!

Der Klimawandel: Gerücht oder reale Bedrohung?

Eigentlich verrückt, dass man das noch thematisieren muss, aber es gibt tatsächlich eine Menge Menschen, die behaupten, es gäbe gar keinen Klimawandel. Lasst euch davon nicht beirren, auch wenn vielleicht oft der Wunsch Vater des Gedanken ist. Natürlich wünschen wir uns, dass das alles nicht wahr sein kann. Das man sich vielleicht irrt und es eine normale natürliche Entwicklung des Klimas ist, aber: Es ist ein nachgewiesener Fakt. Der Klimawandel, also in unserem Fall die unnatürlich rasch verlaufende globale Erwärmung, ist eine reale Bedrohung.

Richtig, ein Teil der Erderwärmung kann durch natürliche Ursachen erklärt werden. Doch beweisen zahlreiche wissenschaftliche Forschungsergebnisse, dass die drastische Erhöhung der Temperatur in den letzten Jahrzehnten nicht auf natürliche physikalische Prozesse zurückzuführen ist.

Unabhängig von der Ursache steht fest: Der Klimwandel ist real.

Diese Aussage wird von sowohl von internationalen Organisationen, wie der IPCC (Weltklimarat), der NASA und der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration), als auch von den bekannten deutschen Institutionen, wie der DMG (Deutsche Metereologische Gesellschaft), dem DWD (Deutscher Wetterdienst), dem DKK (Deutsches Wetter Konsortium), sowie staatlicher Wissenschaftsakademien aus 80 Ländern und vielen weiteren Unabhängigen mitgetragen.

Was ist der Klimawandel?

In unserem Kontext benutzen wir das Wort Klimawandel für die aktuelle unnatürliche Entwicklung des Weltklimas und die damit einhergehende zu schnell voran schreitende Erhöhung der Temperatur. Der Mittelwert der globale Durchschnittstemperatur ist in den letzten Jahrzehnten viel schneller gestiegen, als je zuvor.

Hier könnte ich jetzt das berühmte 1 Grad Celsius ins Spiel bringen, was bei der Erklärung des Klimawandels nicht fehlen darf. Denn um 1 Grad hat sich die Durchschnittstemperatur seit Beginn der Industrialisierung erhöht. Aber diese Aussage hilft den meisten nicht weiter, denn woher sollen wir wissen, ob das gut oder schlecht ist? Oder nicht vielleicht sogar eine natürliche Entwicklung?

Die globale Erderwärmung

Konzentrieren wir uns auf die für uns greifbaren Fakten. Die Erhöhung der mittleren globalen oberflächlichen Lufttemperatur ist aus folgenden Gründen kritisch:

  • der aktuelle Temperaturanstieg verläuft schneller, als bei allen uns bekannten Erderwärmungsphasen jemals
  • der Aufwärtstrend des Temperaturanstiegs hält seit Jahrzehnten an
  • fast 100% der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung (1781) traten nach 2000 auf
  • bis in die 50-Jahre können Klimawandel-Modelle die Entwicklung des Klimas durch natürliche Einflussfaktoren nachvollziehen, seither reichen die möglichen natürlichen Einflüsse nicht mehr aus, um den Klimawandel zu erklären

Ursache für die rasch voran schreitende Temperaturerhöhung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der verstärkte Treibhauseffekt. Der sogenannte anthropogene (also vom Menschen gemachte) Treibhauseffekt. Der Treibhauseffekt ist wesentlicher Bestandteil unseres Klimas und ohne ihn, wäre es uns nicht möglich auf dieser Erde zu leben. Kurz gesagt, ist der Treibhauseffekt dafür verantwortlich, dass wir eine bestimmte Temperatur auf der Erde halten.

klimawandel und wale
Spannend: Wale lagern in ihrem Körper massenhaft CO2 ein. Wenn sie sterben, wird der Kohlenstoff im Sediment des Meeres gespeichert. Wale sind also nicht nur wunderschön und unfassbar beeindruckend, sondern auch sehr wichtig für unser Klima.

Die Sonne strahlt durch unsere Atmosphäre auf die Erde und die Erde reflektiert diese Strahlen und schickt sie in Form von Wärme wieder zurück ins Weltall. Beim zurück senden halten die Treibhausgase (unter anderem CO2) einen Teil dieser Wärmestrahlung in unserer Atmosphäre auf und schicken sie wieder zur Erde zurück. Die dadurch entstandene Temperatur auf der Erde ermöglichte uns das Leben hier.

Das Problem unseres Klimawandels ist nun, dass vom Menschen produzierte Treibhausgase ebenfalls in die Atmosphäre gelangen und dort die Wärmestrahlen aufhalten und zurück zur Erde schicken. Da durch den Menschen nun aber verhältnismäßig viele Treibhausgase produziert werden, kommt auch zu viel Wärme auf die Erde zurück, sodass sie sich unsere Durchschnittstemperatur in unnatürlichem Maße erhöht.

Was ist der Klimawandel?
Der Klimawandel beschreibt die aktuell unnatürlich schnell steigenden Durchschnittstemperaturen auf unserer Erde. Die Ursache dafür ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der vom Menschen verstärkte Treibhauseffekt.

Spüren wir schon die Folgen des Klimawandels?

Eine interessante Frage. Denn obwohl die Frage sich auf globaler Ebene mit einem klaren Ja beantworten lässt, ist der einzelne, zumindest in unseren Breitengraden, noch nicht betroffen. Und genau hier liegt meiner Meinung nach der Knackpunkt. So lange der Mensch von den Folgen des Klimawandels nicht direkt betroffen ist, ist die Motivation nicht besonders hoch, etwas gegen den Klimawandel zu tun.

Aber das ist ein riesiges Problem. Denn sollten alle darauf warten, bis man die Folgen des Klimawandels am eigenen Leib erfährt, ist es bereits zu spät um effektiv etwas dagegen zu tun. Deswegen ist es sehr sehr wichtig, dass wir das, was wir über den Klimawandel wissen weitergeben und das wir uns Stück für Stück in die richtige Richtung bewegen und dabei möglichst viele Leute davon überzeugen können, das Gleiche zu tun. Im besten Fall macht uns das auch noch Spaß und bringt allen beteiligten Freude.

Der steigende Meeresspiegel

Der Klimawandel hat bereits fatale Auswirkungen auf unsere Erde und unsere Natur. Eine davon ist der steigende Meeresspiegel. Durch die sich erhöhende Wassertemperatur des Meeres, dehnt sich das Wasser aus. Dazu kommt, dass unsere Gletscher schmelzen und die Polarkappen deutlich an Masse verlieren. Im Ergebnis steigt der Meeresspiegel. Die Erhöhung des Meeresspiegels bedroht zahlreiche kleine Inseln, wie die Malediven, Antigua oder Mikronesien. Auch Länder mit flachen Küstenregionen sind durch die Erhöhung des Meeresspiegels bedroht. Da diese an der Küste oft dicht besiedelt sind, können nach wissenschaftlichen Studien durch die Erhöhung des Meeresspiegels mehrere Millionen Menschen bedroht sein.

Das Eis der Erde schmilzt

Sowohl unsere Polkappen, als auch unsere Gletscher schmelzen. Das Eis unserer Erde ist aber aus mehren Gründen wichtig für unser Ökosystem. Zum Beispiel auch, um die Strahlen der Sonne zu reflektieren. Je weniger Strahlen reflektiert werden können und ins schlechter reflektierende Meer gelangen, desto höher werden die Temperaturen des Meerwassers. Durch wärmeres Wasser wird das Schmelzen des Eises begünstigt. Ein Teufelskreis. So verstärkt sich der Effekt der Erderwärmung und des steigenden Meeresspiegels zusehends.

Durch das Schmelzen des Eises werden auch zusätzliche Treibhausgase freigesetzt, die den Treibhausgaseffekt und damit die Erderwärmung noch weiter verstärken. Gerade im Zusammenhang mit dem Eis der Erde spricht man von sogenannten Kipppunkten des Klimawandels. Ein Kipppunkt ist ein Punkt, von dem aus man den Klimawandel nicht mehr aufhalten kann. Wenn dieser Punkt erreicht ist, gibt es kein zurück mehr.

Der steigende Meeresspiegel und das Schmelzen des Eises sind nur zwei dem Klimawandel zugeschriebene Folgen. Es gibt noch zahlreiche weitere Konsequenzen, die der Klimawandel mit sich bringt oder bringen könnte.

Weitere Folgen des Klimwandels:

  • die Versauerung der Meere durch zu hohen CO2 Gehalt und damit die Schädigung des Ökosystems des Meeres
  • Wetterextreme
  • Trinkwassermangel
  • Gefahren für Pflanzen und Tiere
  • Gesundheitsrisiken
  • und weitere…

Auch wenn man die oben genannten Folgen dem Klimawandel nicht durch wissenschaftliche Beweise direkt zuordnen kann, so steht doch Folgendes fest: Die Temperatur der Erde erhöht sich. Mit steigender Temperatur verändert sich das Klima insofern, als dass die Lebensumstände für alle vorhandenen Organismen kritischer werden. Ab einem bestimmten Punkt, werden diese kritischen Entwicklungen sehr wahrscheinlich nicht mehr umkehrbar sein.

Aktuell haben wir noch die Chance durch unser eigenes Handeln etwas dagegen zu tun. Und auch wenn jeder nur ein bisschen macht, so können wir gemeinsam einen gewaltigen we effect erzeugen und dem Klimawandel entgegen wirken.

Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Gesundheit der Menschen?

Die Gesundheit des Menschen wird durch den Klimawandel auch jetzt schon in vielerlei Hinsicht beeinflusst. Schauen wir uns die offensichtlichsten Einflüsse an:

  1. Hitzewellen: Auch in Deutschland, machen es Hitzewellen gerade älteren Menschen besonders schwer. Aber auch alle anderen Menschen werden durch die Hitzebelastung gefordert. Von Abgeschlagenheit, über Schlafstörungen oder Kopfschmerzen bis hin zu Übelkeit, bereitet die Hitze auch jetzt schon vielen Menschen gesundheitliche Probleme.
  2. Asthma und Allergien: Durch die Erhöhung der Temperatur verlängern sich die Pollenflugzeiten der Pflanzen. Pollen können teilweise sogar übers ganze Jahr die Beschwerden der Allergiker hervorrufen. Zudem kommen allergiesauslösende wärmeliebende Pflanzen durch die höheren Temperaturen nach Europa, die es hier vorher nur in geringen Mengen oder gar nicht gegeben hat.
  3. Höheres Infektionsrisiko: Die steigenden Klimaveränderungen begünstigen die Ausbreitung von Infektionskrankheiten über Insekten, wie Zecken oder Stechmücken. Nicht nur, dass die bereits hier lebenden Krankheitsüberträger bessere Bedingungen vorfinden. Es kommen auch neue Überträger aus südlicheren Gefilden, wie die Tigermücke, dazu. Lest dazu auch gerne Coronavirus und Klimawandel.
  4. Gefahr durch Blaualgen in natürlichen Gewässern: Höhere Temperaturen und ein höherer CO2 Gehalt begünstigen die Bildung von Blaualgen. Blaualgen können neben Hautirritationen, Bindehautentzündungen und Ohrenschmerzen bei Verschlucken auch zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber oder sogar Atemwegserkrankungen führen.

Belassen wir es lieber bei diesen Beispielen, denn die Idee des we effects ist es ja auch, positiv an die Sache heranzugehen. Wichtig ist nur, dass uns klar ist, dass der Klimawandel auch jetzt schon einen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen hat. Also lasst uns gemeinsam etwas dagegen tun.

Sind wir Menschen die Ursache für den Klimawandel, oder ist es einfach eine natürliche Entwicklung?

Diese viel diskutierte Frage ist im Grunde recht einfach zu beantworten: Ja, der Klimawandel, so wie wir ihn gerade erleben, kann nur durch uns Menschen verursacht sein. Man hat mit verschiedenen Klimamodellen nachvollzogen, wie sich das Klima bisher entwickelt hat. Durch verschiedenen natürliche Einflüsse konnte man die bisherige Entwicklung anhand dieser Modelle sehr gut erklären.

Nur fehlt uns diese Erklärung für die aktuellen Entwicklungen unseres Klimas in den letzten 100-150 Jahren. Forscher haben herausgefunden, dass der Klimawandel nur das Ergebnis unseres erhöhten CO2-Austoßes, zum Beispiel durch die Verbrennung von Kohle, sein kann. Bezieht man diesen Faktor in die Klimamodelle ein – und nur dann – ergibt sich wieder ein vollständiges Bild und eine Erklärung für den raschen Anstieg der Temperatur unserer Erde.

Der Fakt, dass der anthropogene – also durch den Menschen gemachte – Treibhauseffekt den Klimawandel erklärt einigt über 90% der Wissenschaftler weltweit. 

Haben wir noch eine Chance den Klimawandel aufzuhalten?

Tatsache ist, diese Frage kann keiner mit Sicherheit beantworten. Um den Klimawandel aufzuhalten muss die sogenannte Klimaneutralität erreicht werden. Das bedeutet, dass der durch Menschen verursachte Treibhausgasausstoß so weit reduziert werden muss, dass er das Klima nicht mehr auf unnatürliche Weise beeinflusst und so das natürliche Gleichgewicht wieder hergestellt wird. Dies hat sich die Politik auch zum Ziel gemacht. Ob dies ausreichend schnell geschieht, werden wir erleben.

Aber folgendes ist doch wirklich beruhigend: Der Klimawandel ist von uns verursacht worden. Das bedeutet, dass wir Einfluss auf diese Entwicklung hatten und nicht irgendeiner anderen Macht wahllos ausgeliefert waren. Im Umkehrschluss haben wir es auch in der Hand, diese Entwicklung zu stoppen.

So lange uns keiner beweisen kann, dass es zu spät ist, haben wir die Möglichkeit den Klimawandel aufzuhalten und die Erde und uns Menschen zu retten. Aber dafür müssen wir etwas tun, und zwar zusammen und effektiv und mit Spaß und guter Laune. Damit uns die Lebenslust und das Glücklich sein bei dem ganzen Drama nicht noch verloren geht. Denn sonst hätten wir ja nichts mehr, wofür es sich lohnt, unsere Erde zu retten. Wer jetzt sofort gerne anfangen möchte, der findet hier 10 einfache Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag und Tipps zum saisonalen einkaufen oder die Beantwortung auf die Frage: Seife oder Flüssigseife: Was ist besser ;-).

Kann ich selbst etwas für den Schutz unseres Klimas tun?

Ja! Jeder einzelne von uns kann etwas Sinnvolles und Effektives tun. Gerade wir Deutschen haben einen sehr hohen CO2 Verbrauch. 10% der Co2 Emmissionen werden von privaten Haushalten verursacht. Wenn wir uns in den Bereichen Wohnen, Mobilität und Ernährung zu Gunsten unserer Erde anpassen, und zwar möglichst viele uns, hat das effektiv einen positiven Einfluss auf die Entwicklung unseres Klimas. Wie genau wir zusammen das Klima positiv beeinflussen können, damit beschäftigt sich der we effect in den unterschiedlichsten Facetten.

Hier ein grober Überblick, über die Dinge, die in deiner Hand liegen, um dem Klimawandel entgegen zu wirken:

  1. Fahre weniger Auto, oder nutze Car Sharing Modelle
  2. Vereide Flugreisen wenn möglich
  3. Gehe energiesparend mit Heizung und Strom um
  4. Kaufe und Gemüse und Obst regional und saisonal ein
  5. Reduziere deinen Fleisch- und Milchkonsum reduzieren

Fazit zum Klimawandel

Der Drops ist bereits gelutscht. Wir befinden uns mitten in einer kritischen Phase der Menschheitsgeschichte, die uns alle betrifft und zukünftig noch stärker betreffen wird. Die Erderwärmung hat zahlreiche negative Auswirkungen auf unseren Planeten und wir müssen handeln, um dem entgegen zu wirken. Anderenfalls, war es das mit der Menschheitsgeschichte…

Wir können alle gemeinsam effektiv etwas gegen den Klimawandel tun. Wenn jeder von uns auch nur ein kleines bisschen von den Maßnahmen umsetzt, die unserer Erde helfen, dann ist das schon ein sehr großer Schritt. Lasst uns diese Plattform nutzen, um gemeinsam etwas zu bewegen. Lasst uns die Dinge besser verstehen und unser Wissen weitergeben. Lasst uns dabei Spaß haben und das Leben genießen. Denn nur so können wir wertschätzen, was wir versuchen zu retten.

Vivi

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