10 einfache Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag

Den meisten von uns ist gar nicht bewusst, wie einfach es ist, seinen Alltag nachhaltiger zu gestalten. Deshalb möchte ich euch gerne 10 Vorschläge für einen nachhaltigeren Alltag vorstellen, die mit besonders wenig Aufwand umzusetzen sind. Wenn immer mehr von uns auch nur ein paar dieser Tipps in ihren Alltag integrieren, können wir damit schon einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Schaut einfach, was euch vielleicht für den Anfang am leichtesten fällt. Hier ein Überblick:

  1. Eure persönliche Einkaufstüte
  2. Saisonale Produkte einkaufen
  3. Müll trennen
  4. Leitungswasser trinken
  5. Zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln
  6. Iss weniger Fleisch und tierische Produkte
  7. Auch mal das Rad nehmen, oder laufen
  8. Waschmaschine nur voll waschen
  9. To-Go Becher immer dabei haben
  10. Energie sparen

1. Eure persönliche Einkaufstüte

Nehmt zum Einkaufen immer eure persönliche Einkaufstüte mit. Wenn ihr so darauf verzichtet, euch vor Ort mit immer neuen Einkaufstüten auszustatten, ist schon eine Menge gewonnen. Ob die Tüte nun aus Stoff ist, oder ihr einfach eine von den zahlreichen Plastiktüten nehmt, die ihr zu Hause noch lagert, spielt dabei erst einmal keine so große Rolle. Hauptsache ihr verzichtet auf den Neukauf von Papier- oder Plastiktüten.

Übrigens sind auch die Papiertüten, die man sich alternativ beim Einkauf besorgen kann, keine besonders umweltfreundliche Lösung. Zwar ist Papier besser recycelbar als Plastik, aber für die Papiertüten muss man viel mehr Material aufwenden. Denn nur so werden sie ausreichend stabil. Am besten man nutzt also einfach immer die gleichen 1-2 Einkaufstüten.

Achtung: Verzichtet, wenn möglich, auch auf die Plastiktüten für Obst und Gemüse
In den letzten Jahren ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastiktüten schon enorm reduziert worden. Einfach dadurch, dass man dafür etwas bezahlen muss.

Wichtig ist jetzt aber, dass man auch bei Obst und Gemüse nicht zu den Plastiktüten greift. Denn das geschieht seit Abschaffung der kostenlosen Plastiktüten an der Kasse nun häufiger. Damit gewinnen wir natürlich nicht so viel. Packt eurer Obst und euer Gemüse einfach in ein Netz oder legt es lose den Wagen. 

2. Saisonale Produkte kaufen

nachhaltigkeit im alltag durch saisonales gemüseJetzt wundert sich der ein oder andere vielleicht, weil die Überschrift nicht lautet bio oder regional einzukaufen. Tatsächlich ist es gar nicht so einfach zu unterscheiden, bei welchen man Produkten man im Sinne der Umwelt am besten handelt. Bei der Nachhaltigkeit unterscheiden sich die einzelnen Produkte, ob bio, regional oder saisonal je nach Produktionskette enorm. Und diese sind für uns als Verbraucher schwer nachzuvollziehen.

Halten wir es möglichst einfach: Am nachhaltigsten kauft man ein, wenn man saisonal einkauft. Saisonal einkaufen bedeutet, möglichst auf das Obst und Gemüse zurückzugreifen, was in der aktuellen Saison natürlicher Weise zur Verfügung steht. Bei saisonalen Produkten ist die Nachhaltigkeit der Produktionswege aufgrund geringerer Transportwege und den Verzicht auf energiefressende Treibhäuser am ehesten gegeben.

Nach Saisonalem, sollte man sich für regionale und erst dann für Bio-Produkte entscheiden. Hält man sich an diese Priorität kauft am ehesten im Sinne der Nachhaltigkeit im Alltag ein. Im Übrigen sind saisonale und regionale Produkte in den meisten Fällen auch die gesündesten, weil die Vitamine durch geringere Transportwege noch zu größerem Anteil in Obst und Gemüse zur Verfügung stehen.

3. Den Hausmüll trennen

Auch wenn es zahlreiche Gerüchte gibt, die Gegenteiliges behaupten, Fakt ist: Mülltrennung macht Sinn! Wenn es uns gelingt, unseren Müll in den gelben Sack, Restmüll, Glas- und Papiermüll zu trennen, dann tragen wir einen großen Teil dazu bei, dass unser Müll sinnvoll recycelt wird bzw. werden kann.

Auch wenn es noch sehr viel Luft nach oben gibt, so bemüht sich die Regierung um ein sinnvolles und besser werdendes Abfallmanagement. Im Jahr 2017 (aktuellste Messung) konnten immerhin 67% des sogenannten Siedlungsabfalls, also unseres Hausmülls (Restmüll, gelber Sack, Glas, Papier, etc.) recycelt werden. Besonders gut sind die Quoten bei Elektrogeräten, Glas und Papier. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass wir den Müll vorher richtig trennen.

4. Leitungswasser trinken

Leitungswasser ist nicht nur sehr günstig, sondern in vielen Fällen sogar gesünder als die deutlich teurere Alternative aus dem Supermarkt. Wer sowieso nur stilles Wasser trinkt, dem sollte die Entscheidung noch leichter fallen. Viele befürchten im Leitungswasser irgendwelche Rückstände, die ihre Gesundheit gefährden, aber Fakt ist, dass das Leitungswasser in Deutschland zum einen zu den am strengsten kontrollierten Lebensmittel gehört  und zum anderen laut einem Test der Stiftung Warentest in 2019 gesünder ist, als Mineralwasser aus dem Supermarkt.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass man unglaublich viel Plastik einspart, wenn man das Wasser nicht mehr in Plastikflaschen kauft, sich das mühsame Falschen schleppen und Geld spart, erschließt sich mir kein Grund mehr, nicht auf Leitungswasser zurück zu greifen. Wer Angst hat vor Rückständen von Medikamenten, Hormonen oder Nitrat, dem sei gesagt, dass deutsches Leitungswasser nachweislich keine dieser Stoffe in einem für die Gesundheit bedenklichen Maße enthält. Auch für Kleinkinder und ältere Menschen ist das Leitungswasser die beste Wahl.

5. Zu einem echten Ökostromanbieter wechseln

Der Wechsel des Stromanbieters ist ebenfalls eine sehr einfache und mit wenig Aufwand verbundene Methode, um seine Nachhaltigkeit im Alltag zu steigern. Wichtig ist nur, dass man nicht auf die Marketingfallen der Anbieter herein fällt, sondern sich für einen echten Ökostromanbieter entscheidet.

Es gibt mittlerweile zahlreiche Mogelpackungen unter den beworbenen Tarifen der Ökostromanbietter. Mittlerweile hat auch fast jeder große Anbieter einen Ökostrom im Angebot. Zum Glück gibt es aber eine relativ einfache Möglichkeit um die guten von den weniger guten Tarifen zu unterscheiden. Nur Tarife mit dem Ok-Power-Label oder dem Grüner Strom Label sind echte Ökostromtarife. Die beiden Labels garantieren, dass zur Stromgewinnung weder Atomkraftwerke, noch Steinkohlekraftwerke genutzt werden. Beim Ok-Power-Label dürfen auch Braunkohlekraftwerke nicht zur Energiegewinnung genutzt werden.

Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter erfolgt heutzutage online in 5 Minuten. Tatsächlich ein Klacks. Man muss sich also keine Sorgen über bürokratische Hürden machen, denn die gibt es hier nicht. Und das beste: Mittlerweile gibt es Ökostromanbieter, die unter bestimmten Voraussetzungen, nicht teurer sind, als Normalstromanbieter.

6. Iss weniger Fleisch und andere tierische Produkte

nachhaltigkeit durch mehr vegetarische gerichteMan muss ja nicht gleich zum Vegetarier oder sogar Veganer werden. Es ist schon ein wichtiger Schritt, dass wir uns darüber bewusst sind, dass unser Fleischkonsum, bzw. der Konsum tierischer Produkte einen großen Einfluss auf den Klimawandel hat. Wenn es uns gelingt, den Fleischkonsum einzuschränken, ist das zum einen deutlich gesünder für uns und zum anderen können wir damit die negativen Auswirkungen der Nahrungsmittelproduktion auf den Klimawandel bedeutend reduzieren.

Auch hier sehe ich eigentlich nur Gründe, die dafür sprechen, den Fleischkonsum zu reduzieren. Wir schützen das Klima und tun gleichzeitig etwas für unsere Gesundheit. Für Fleischliebhaber reicht es auch schon aus, wenn man bewusst einen Tag in der Woche auf den Konsum von Fleisch oder Wurst verzichtet. Wem der Verzicht nicht ganz so schwer fällt, der kann natürlich noch ein paar Schippen drauf legen. Wichtig ist nur, dass wir anfangen bewusster zu konsumieren.

7. Auch mal das Fahrrad nehmen oder laufen

Wenn es möglich ist, dann verzichte doch einfach mal auf das Auto und gehe zu Fuß. Das ist übrigens auch für deine Gesundheit sehr gut. Man wird fitter, im besten Fall auch noch schlanker und stärkt sein Immunsystem. Wer schon lange kein Fahrrad mehr gefahren ist, der sollte es mal wieder probieren. Gerade kurze Wege lassen sich seht gut mit dem Fahrrad oder zu Fuß bestreiten.

Und außerdem macht es doch auch Spaß mit dem Fahrrad herum zu fahren. Wer immer mal wieder auf sein Auto verzichtet und sich alternativ fortbewegt, der spart Co2 ein und hilft so unserem Planeten sich wieder zu erholen. Fahrradfahren unterstützt im Übrigen auch unsere Gelenke und bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Außerdem werden körpereigene Cannabinoide freigesetzt, die uns Wohlbefinden bescheren und glücklich machen…Autofahren hingegen macht des Öfteren eher schlechte Laune ;-)…

8. Die Waschmaschine nur anmachen, wenn du sie auch voll bekommst

Beim Wäschewaschen kann man der Umwelt ganz einfach etwas Gutes tun, in dem man die Wäsche erst wäscht, wenn man eine ganze Trommel voll bekommt. Wenn man immer nur seinen Lieblingspulli wäscht, weil man ihn unbedingt heute wieder tragen möchte, oder eben nur 2-3 Teile findet, die gerade in die weiße Wäsche gehören, dann verbraucht man eine Menge unnötiger Energie.

Am besten man wäscht seine Wäsche nur, wenn man die ganze Trommel voll bekommt. Das spart Wasser und Strom. In Summe ist es so auch weniger aufwendig, als wenn man sich die kleinen Portionen Wäsche immer zurecht legt, wäscht und aufhängt. Alles in einem Rutsch zu erledigen ist effizienter und sinnvoller.

9. Immer einen To-Go-Becher dabei haben

nachhaltigkkeit im alltag mit to go becherDie vermeintlichen Pappbecher, die man bei jedem Bäcker oder Cafe bekommt, sind ganz schön in Verruf geraten. Und das zurecht. Denn entgegen der allgemeinen Annahme, die Becher seien aus Papier, stellte sich heraus, dass man die Becher aufgrund der verschiedenen Beschichtungen zum Plastikmüll zählt.

Die logische Konsequenz: Wir verzichten die Becher und nehmen einfach unseren eigenen, in den meisten Fällen so wie so viel cooleren To-Go-Becher mit. Dort kann man übrigens auch schon zu Hause einfach Kaffe oder Tee einfüllen und sich so ein paar Euro sparen. Je mehr Leute ihren eigenen Becher benutzen, desto weniger Plastik- bzw. beschichtete Papierbecher werden produziert. Und zack, haben wir wieder etwas erreicht . Wer noch mehr Plastik einsparen möchte, der kann gerne mal hier rein schauen: Was ist besser? Flüssigseife oder Seife am Stück?

Rabatt für mitgebrachte Becher:
Übrigens, wer seinen eigenen Becher mitbringt, der erhält bei vielen Bäckereien oder Cafes mittlerweile einen Rabatt.

10. Energie sparen

Klingt ausgelutscht? Ist es auch ;-)…und doch so einfach:

  • Das Licht aus machen, wenn man den Raum verlässt
  • öfter duschen, als zu baden
  • stoßlüften, anstatt die ganze Zeit bei geöffnetem Fenster zu heizen
  • Wäsche an der Luft trocken und keinen Trockner kaufen
  • energie-effiziente Haushaltsgeräte kaufen

Nur ein paar Kleinigkeiten, die in Summe wieder einen großen Effekt haben. Wenn jeder von uns bewusst Energie spart und sie als das kostbare Gut schätzt, welches sie ist, haben wir alle etwas gewonnen. Das nenne ich we effect.

Wie wir sehen, gibt es zahlreiche Dinge, die unseren Alltag nachhaltiger machen, ohne dass wir dafür Geld oder Aufwand investieren müssen. In den meisten Fällen sparen wir sogar Zeit und sogar Geld ein. Was spricht also dagegen, sich hier ein bisschen anzupassen? Nichts, ganz genau ;-)…

Achtung, super spannend: Lest auch gerne etwas zum aktuellen Thema Coronavirus und Klimawandel.

Vivi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zurück nach oben