Saisonal einkaufen

Saisonal Obst und Gemüse einkaufen hat so viele Vorteile. Es ist nicht nur nachhaltiger und somit ein einfacher Weg um unseren Planten zu schonen, sondern auch noch gesünder. Warum saisonal einkaufen Sinn macht, wie es im Vergleich zu regionalem oder biologischem Obst abschneidet und wie genau man saisonal einkauft, das erfahrt ihr jetzt.

Wann ist Obst und Gemüse saisonal?

Wenn das Obst und das Gemüse von Natur aus zu einer bestimmten Zeit des Jahres im Freilandanbau gereift ist und geerntet werden kann, handelt es sich um saisonales Obst und Gemüse. Noch besser ist es natürlich, wenn es in Deutschland gereift ist und geerntet wurde. Wann welches Gemüse in Deutschland Saison hat, habe ich euch unten in einer Tabelle zusammen gefasst. So habt ihr immer einen schnellen Überblick, was ihr aktuell am besten einkauft, wenn ihr saisonal und regional einkaufen möchtet. Grundsätzlich ist es aber schon ein riesen Vorteil, wenn man sich auf saisonales Obst und Gemüse beschränkt, auch wenn es aus anderen Ländern kommt. Dann aber möglichst nahe liegende europäische Länder, damit der Transportweg möglichst kurz ist.

Welche Vorteile hat saisonales Obst und Gemüse?

Saisonales Obst und Gemüse hat zahlreiche Vorteile. Es ist nicht nur gesünder und schmeckt besser, es schützt gleichzeitig unsere Umwelt und unterstützt die regionale und Landwirtschaft. Auch hier gilt wieder: Wir müssen nicht gleich alles zu 100% richtig machen, aber wenn wir einfach anfangen, immer mehr saisonale Produkte zu kaufen, dann haben wir schon gewonnen. Hier die Vorteile vom saisonalen Einkaufen im Überblick:

  • Saisonales Obst und Gemüse schmeckt und riecht besser
  • es ist gesünder
  • man ernährt sich vielfältiger
  • man schont das Klima
  • für saisonales Obst und Gemüse werden nachweislich weniger Pestizide und Düngemittel verwendet
  • saisonale Produkte sind meistens günstiger
  • man unterstützt regionale Kleinbauern und Landwirtschaftsbetriebe

Warum sind saisonale Produkte gesünder?

Wenn Produkte lange Transportwege vor sich haben, werden sie schon in unreifem Zustand geerntet, damit sie bis zum Verkaufsort noch nachreifen und dann reif verkauft werden können. Das frühere Ernten geht allerdings oft mit einem hohen Geschmacksverlust einher. Dazu kommt, dass Produkte nach der Ernte auch ihre guten Inhaltsstoffe verlieren. Je länger ein Produkt reist, desto weniger Inhaltsstoffe, zum Beispiel Vitamine, hat es dann beim Verkauf. Das bedeutet für uns:

Saisonales Obst und Gemüse enthält mehr Vitamine und andere gesunde Inhaltsstoffe und es schmeckt besser.

Saisonale Produkte sind auch gesünder, weil wir uns automatisch vielfältiger ernähren, wenn wir uns an einem Saisonkalender orientieren. Wir essen dann nicht mehr das ganze Jahr unser Lieblingsgemüse, sondern probieren auch mal neue Sorten aus. Eine vielfältige Ernährung ist deshalb gesund, weil die Zunahme von vielen verschiedenen Nährstoffen garantiert. Wir brauchen ca. 40 verschiedene Nährstoffe, wie Fette, Kohlenhydrate, Eiweiße, etc. und leider gibt es kein Lebensmittel, welches uns gleich alle Nährstoffe zuführen kann…außer Muttermilch :-D. Je mehr unterschiedliches Essen wir zu uns nehmen und das gilt auch für Obst und Gemüse, desto mehr unterschiedliche Nährstoffe nehmen wir zu uns.

Wenn Obst und Gemüse in beheizten Gewächshäusern gezüchtet wird, damit es auch außerhalb der Saison zur Verfügung steht, müssen deutlich mehr Pestizide und Düngemittel verwendet werden, damit es gedeiht. So verlieren Obst und Gemüse nicht nur an Qualität, sondern auch an Geschmack. In beheizten Gewächshäusern geerntetes Obst und Gemüse erreicht nur selten den Geschmack eines saisonalen Produktes.

Warum ist saisonales Obst und Gemüse besser für unser Klima?

Um Obst und Gemüse essen zu können, welches gerade keine Saison hat, werden diese entweder importiert oder in Gewächshäusern gezüchtet. Je nachdem woher das importierte Produkt kommt, hat es oft lange Transportwege hinter sich. Lange Transportwege bedeuten einen unnötigen CO2-Ausstoß und damit eine Belastung unseres Klimas.

saisonales osbtGerade der Transport mit Flugzeugen schadet unsere Erde. Beim Fliegen wird das CO2 in höheren Schichten unserer Atmosphäre ausgestoßen und verursacht so einen größeren Schaden, als zum Beispiel Autos, Busse oder Schiffe, die die Emissionen in Bodennähe ausstoßen. Zum sogenannten Flugobst zählen zum Beispiel Ananas, Litschies, Mango und unsere geliebten Bananen.

Beheizte Gewächshäuser haben ebenfalls einen sehr hohen CO2-Ausstoß, weil diese sehr viel Energie verbrauchen. Die Gewächshäuser werden beheizt und man braucht nachweislich deutlich mehr Wasser. Obst- und Gemüseanbau auf dem Freiland ist deutlich energieeffizienter.

Saisonal einkaufen heißt klimafreundlich einkaufen
Wenn wir also saisonales Obst und Gemüse einkaufen, ersparen wir der Umwelt eine Menge CO2-Ausstoß durch Transportflüge oder Energie für das Beheizen und Bewirtschaften von Gewächshäusern.  Je weniger nicht saisonale Produkte wir kaufen, desto weniger wird importiert.

Unter 10 einfache Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag erfährst du, wie du ruckizucki und ohne großen Aufwand noch mehr für unser Klima tun kannst.

Sind regionale und biologische Produkte genauso gut für das Klima?

Man hat immer ein gutes Gefühl, wenn man regional oder biologisch einkauft. Leider ist es nicht so, dass man immer davon ausgehen kann, dass man so klimafreundlich oder auch gesünder einkauft. Man müsste sich im Prinzip jedes einzelne Produkt im Detail ansehen und den Produktinosprozess nachvollziehen, um festzustellen, ob es sich wirklich um ein klimafreundliches Produkt handelt. Es kam immer wieder zu Fällen, in den sich heraus stellte, dass man mit einem Bio-Produkt oder auch regionalen Produkt, teilweise sogar saisonalen Produkt einen Produktionsprozess unterstützt, den man eigentlich vermeiden wollte.

Aber: Unsere Devise lautet, lasst es uns nicht zu kompliziert machen und lasst uns das Gute sehen und uns auf die Dinge konzentrieren, die wir selbst bewegen können. Fest steht, wer sich zu allererst an saisonalen Produkten orientiert, der kauft am besten ein. Wer saisonal einkauft, kann in den meisten Fällen davon ausgehen, dass Produkt nicht importiert wurde und nicht aus einem beheizten Gewächshaus stammt. Damit hat dieses Produkt schon einen deutlich geringeren CO2-Ausstoß als viele der Bio-Produkte.

Erst saisonal, dann regional, dann bio…

Auch regional ist wichtig und oft gut. Je näher wie am Erzeuger des Produktes dran sind, desto besser ist im Regelfall der Einfluss auf das Klima und auch die Qualität des Produktes, bezogen auf Nährstoffe und Geschmack. Regional kann aber eben auch bedeuten, dass das Obst oder Gemüse in einem beheizten Gewächshaus angebaut wurde, welches beim Energieverbrauch deutlich schlechter abschneidet, als ein saisonales Produkt.

Bio ist natürlich in vielen Fällen die bessere Wahl ein nicht biologisches Produkt, weil es durch den Verzicht auf bestimmte Dünge- und Pflanzenschutzmittel klimafreundlicher ist, als andere Produkte. Aber es gibt eben auch viele Bio-Produkte, die eingeflogen worden sind oder aus beheizten Gewächshäusern stammen. Damit ist ihr ökologischer Fußabdruck je nach Produkt schlechter als ein saisonales und regionales Produkt.

Dazu kommt, dass Bio-Produkte insgesamt deutlich weniger Ertrag bringen, als nicht biologische Produkte. Man braucht also mehr Energie und Fläche um die gleiche Menge an Produkten zu erzeugen, wie bei nicht biologischen Produkten. Diesen Fakt sollte man bei der Bewertung für den Einfluss auf den Klimawandel natürlich mit einbeziehen. Am besten kauft man also ein, wann man ein saisonales, regionales, biologisches Produkt mit seriösem Gütesiegel einkauft ;-)…

Saisonkalender: Wann hat welches Obst und Gemüse Saison in Deutschland?

Dieser Saisonkalender soll euch helfen das richtige Obst und Gemüse zu kaufen. Wer das große Glück hat, einen regionalen Wochenmarkt in der Umgebung zu haben, der findet dort oft am ehesten regionale und saisonale Produkte. Es gibt aber mittlerweile auch viele Anbieter, die sich auf saisonale, regionale und Bio-Angebote spezialisiert haben. Übrigens, da es in Deutschland im Winter kein saisonales Obst gibt, kann man hier ohne schlechtes Gewissen auf Lagerware zurück greifen. Auch tief gekühltes Obst bietet sich unter Umständen an.

Mit dem Saisonkalender zu arbeiten kann übrigens auch richtig Spaß machen. Es gibt einige Gemüsesorten, mit denen viele bisher noch gar nicht in Kontakt gekommen sind. Man kann sich einfach ein Rezept zu einem solchen Gemüse heraussuchen, und das gemeinsam mit der Familie zusammen zubereiten. Das macht Spaß und ist sinnvoll zugleich.

MonatObstGemüseSalat
JanuarÄpfel und BirnenChampions, Grühnkohl, Lauch, Pastinaken, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Tobinambur, WirsingkohlChicorée, Feldsalat, Portulak
FebruarÄpfelChampions, Grühnkohl, Lauch, Pastinaken, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Tobinambur, WirsingkohlChicorée, Feldsalat, Portulak
MärzÄpfelChampions, Spinat, Lauch, Pastinaken, Rosenkohl, TobinamburChicorée, Feldsalat, Portulak
AprilÄpfelChampions, Spinat, Lauch, SpargelChicorée, Feldsalat, Portulak, Rucola
MaiÄpfel, ErdbeerenBlumenkohl, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Champions, Spinat, Lauch, Spargel, Radieschen, Spitzkohl, WirsingkohlBatavia, Eichblattsalat, Endiviensalat, Kopfsalat, Lollo Rosso, Rucola
JuniBlaubeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Johannesbeeren, Kirschen, StachelbeerenDicke Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Erbsen, Fenchel, Gurke, Kartoffeln, Möhren, Blumenkohl, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Champions, Rotkohl, Weißkohl, Zucchini, Zuckerschoten, Lauch, Spargel, Radieschen, Spitzkohl, WirsingkohlBatavia, Eichblattsalat, Endiviensalat, Kopfsalat, Lollo Rosso, Rucola, Eisbergsalat
JuliAprikosen, Brombeeren, Mirabellen, Pflaumen, Zwetschgen, Blaubeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Johannesbeeren, Kirschen, StachelbeerenTomaten, Zwiebeln, Aubergine, Parpika, rote Bete, dicke und grüne Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Erbsen, Fenchel, Gurke, Kartoffeln, Möhren, Blumenkohl, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Champions, Rotkohl, Weißkohl, Zucchini, Zuckerschoten, Lauch, Radieschen, Staudensellerie, WirsingkohlBatavia, Eichblattsalat, Endiviensalat, Kopfsalat, Lollo Rosso, Rucola, Eisbergsalat, Portulak
AugustÄpfel, Birnen, Aprikosen, Brombeeren, Mirabellen, Pflaumen, Zwetschgen, Blaubeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannesbeeren, Kirschen, Stachelbeeren, WassermelonenButterrüben, Kürbis, Mais, Tomaten, Zwiebeln, Aubergine, Parpika, rote Bete, dicke und grüne Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Erbsen, Fenchel, Gurke, Kartoffeln, Möhren, Blumenkohl, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Champions, Rotkohl, Weißkohl, Zucchini, Zuckerschoten, Lauch, Radieschen, Staudensellerie, WirsingkohlBatavia, Eichblattsalat, Endiviensalat, Kopfsalat, Lollo Rosso, Rucola, Eisbergsalat, Portulak, Radicchio
SeptemberÄpfel, Birnen, Brombeeren, Mirabellen, Pflaumen, Zwetschgen, Blaubeeren, Heidelbeeren, Holunderbeeren/ Flieder, Quitten, Wassermelonen, WeintraubenButterrüben, Kürbis, Mais, Tomaten, Zwiebeln, Aubergine, Parpika, rote Bete, grüne Bohnen, Brokkoli, Pastinaken, Erbsen, Fenchel, Gurke, Kartoffeln, Möhren, Blumenkohl, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Champions, Rotkohl, Weißkohl, Zucchini, Spinat, Steckrüben, Lauch, Radieschen, Staudensellerie, WirsingkohlBatavia, Eichblattsalat, Endiviensalat, Kopfsalat, Lollo Rosso, Rucola, Eisbergsalat, Portulak, Radicchio
OktoberÄpfel, Birnen, Zwetschgen, Holunderbeeren/ Flieder, Quitten, WeintraubenRosenkohl, Schwarzwurzeln, Topinambur, Butterrüben, Kürbis, Mais, Tomaten, Zwiebeln, Aubergine, Parpika, rote Bete, grüne Bohnen, Brokkoli, Pastinaken, Erbsen, Fenchel, Gurke, Kartoffeln, Möhren, Blumenkohl, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Champions, Rotkohl, Weißkohl, Zucchini, Spinat, Steckrüben, Lauch, Radieschen, Staudensellerie, WirsingkohlChicorée, Eichblattsalat, Endiviensalat, Kopfsalat, Lollo Rosso, Feldsalat, Eisbergsalat, Portulak, Radicchio
NovemberÄpfel, Birne, QuittenButterrüben, Champions, Fenchel, Grünkohl, Kürbis, Lauch, Pastinaken,  Rosenkohl, rote Bete, Rotkohl, Spinat, Steckrüben, Schwarzwurzeln, Topinambur, Weißkohl, WirsingkohlChicorée,  Endiviensalat, Feldsalat, Portulak, Radicchio
DezemberÄpfel, BirnenButterrüben, Champions, Grünkohl, Lauch, Pastinaken, Rosenkohl, Steckrüben, Schwarzwurzeln, Topinambur, WirsingkohlChicorée,  Endiviensalat, Feldsalat, Portulak, Radicchio

Lest auf we-effect.de auch gerne etwas zum Thema Glücklich sein. Denn mit guter Laune, fällt es gleich viel leichter die Welt zu retten ;-).

 

Vivi

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